Riihimäki | Iittala | Nuutajärvi | Hanko

Ganz viel Glas…

Die Überschrift sagt es schon, dieser Beitrag wird glaslastig. 
Von unserem wunderbaren Badesee sind wir am Morgen in die Stadt aufgebrochen, denn dort befindet sich das finnische Glasmuseum. Wir hatten nicht mit viel gerechnet und waren doch sehr erstaunt, welche großartigen Glaskünstler Finnland hatte, bzw. immer noch hat. Für 10,- Euro pro Person durften wir uns zwei große Stockwerke voll Glas anschauen, schaut selbst. 

Von Riihimäki aus sind wir mit vielen Eindrücken im Kopf dann Richtung Iittala gefahren, wo wir in Vanajavesi einen netten Übernachtungsplatz direkt am See gefunden haben. Wir konnten zusehen, wie ein Angler nach dem anderen sein Boot aus dem Wasser gezogen hat und als alle weg waren, war nur noch das Rauschen der Wellen zu hören. Echt schön. 

Iittala – die Glashütte. 

Ralf hatte sich überlegt, mir zum Geburtstag (der in einigen Tagen ist *freu) einen Glasbläserkurs in dieser berühmten Glashütte zu schenken und zwar in der Form, dass ich meine eigenen Vase fertigen kann. Die Aufregung war groß und wir waren um 10:00 Uhr dort. Zuerst haben wir uns von der Besucherempore die Manufaktur angesehen. Sehr beeindruckend was die Glasmacher dort bei 1400 Grad an Präzision fertigen. Gleichzeitig aber auch ernüchternd, denn vieles übernehmen Maschinen, das kennen wir anders. 

Nach der Anmeldung kam die Ernüchterung für uns. Der „Kurs“ bestand darin, an einem festdefinierten Punkt zu stehen, einmal in die Glasmacherpfeife zu pusten und fertig… Grumpf 😖😖, das hatten wir uns anders vorgestellt und haben dies auf eine humorvolle, nette Weise auch kundgetan. Die junge Dame, die uns den Ablauf und die Sicherheitseinweisung gegeben hat, konnte aber nichts daran ändern. Wohl aber der Glasmachermeister, der gerade mit seinen Schützlingen am Werk war. Nach einem kurzen freundlichen Austausch durften wir unsere Arbeitsschritte alle selbstständig ausführen. Da war die Aufregung noch größer, denn jetzt wollten wir unter den Augen der Profis natürlich auch was zu Stande bringen. Als erstes war Ralf dran.

Dann durfte ich.

Es war rundum gelungen und hat viel Spaß gemacht. Da die Vasen noch gekühlt werden mussten haben wir uns auch das Iittala Museum angesehen und vor allem den Iittala Shop. Ich sage nur uiuiuiuiiiii. Karl-Friedrich hat jetzt etwas mehr an Gewicht. Wir waren noch essen und konnten dann unsere Vasen in Empfang nehmen. Echt cool. Wir sind dann an einen Übernachtungsplatz in der Nähe von Nuutajärvi gefahren (zum Teil echt Off Road), da wir dort am anderen Tag auf eine weitere Glasausstellung gehen wollten. Vorher habe ich (trotz Stechmücken) noch unsere Vasen in Szene gesetzt.

Ca. 500 Meter vom Übernachtungsplatz liegt das Glasdorf, wo wir wieder so viel an Inspiration mitgenommen haben, lasst euch überraschen.  Die Glasschule hatte leider Sommerferien, so dass kein Ofen befeuert war und wir niemandem beim arbeiten über die Schulter schauen konnten. Schade. Das Glas Village kann man sich wie eine große, alte Industriehalle vorstellen, in der Künstler:innen sich Räume anmieten um dort zu Arbeiten.  

Von Nuutajärvi sind wir dann gemütlich (wie fast immer) in den Süden von Finnland nach Hanko gegondelt. Hier stehen wir aktuell, aber davon mehr im nächsten Blog. 

😁😁🙋🏼‍♀️🙋🏼‍♂️🇫🇮🇫🇮 

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