Deutschland 2025 Teil 9 – staybetter, Jahnberge

Jahnberge – Kuhwiese, Drohnenflug und ein Wolfs-Exkurs

Nach dem Berliner Trubel war klar: Jetzt muss Ruhe her. Und wo findet man die besser als auf einer Kuhwiese mitten im Nirgendwo? Seit 2021 sind wir bei staybetter dabei, und über die Plattform haben wir uns einen Stellplatz in Jahnberge ausgesucht. Glück gehabt, frei war’s, und nach einem netten WhatsApp-Chat mit den Gastgebern standen wir auch schon mittendrin im Grünen.

Der Platz? Ein Traum. Kuhwiese deluxe, mit Blick ins Weite und genug Platz zum Durchatmen. Natürlich haben wir gleich mal bei den neuen Nachbarninnen vorbeigeschaut, wie sich das gehört.


Und weil das Wetter mitspielte, durfte auch unsere Drohne endlich wieder in die Luft. Fazit: Fliegen verlernt man offenbar nicht. Zumindest nicht, wenn man’s mit einem breiten Grinsen tut.

Kulinarisch wurde’s auch nicht langweilig: Vor Ort gab’s Bärlauch-Rindswürste und Rinderpattys, die direkt in unseren Kühlschrank wanderten. Regional, lecker, perfekt für den Grill. Und sonst? Einfach mal nix tun. Lesen, gucken, atmen. Auch das kann richtig schön sein.

Was uns allerdings gewundert hat: So viel Platz – und keine Schafe weit und breit. Die Antwort kam von Anne, unserer Gastgeberin, und sie hatte es in sich. Brandenburg zählt mittlerweile 58 Wolfsrudel, acht Paare und mindestens zwei Einzelgänger – verteilt auf 68 Territorien. Insgesamt leben hier rund 1500 Wölfe. Kein Wunder also, dass viele Landwirte ihre Schafhaltung überdenken. Die Tiere sind schlicht zu gefährdet.

Zum Vergleich: In Schweden gibt es etwa 375 Wölfe, und die Regierung reguliert den Bestand aktiv – mit Lizenzjagd, Wildkameras und DNA-Analysen. Ziel: Akzeptanz in ländlichen Regionen. In Brandenburg hingegen wächst die Population weiter, und mit ihr die Herausforderungen für die Landwirtschaft.

Ein spannender, wenn auch nachdenklicher Exkurs – aber zurück zur Kuhwiese: Die Ruhe, die Weite, das Gefühl, einfach mal angekommen zu sein. Jahnberge war genau das, was wir nach Berlin gebraucht haben.

Und jetzt? Weiter zum Rätzsee. Der nächste Blog wartet schon – und wir nehmen euch natürlich mit.

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