Evessen | Schopsdorf | Rathenow

Freitag nach getaner Arbeit haben wir uns von unserem wunderschönen Stellplatz in Everssen aufgemacht nach Schopsdorf (hinter Magdeburg) um die Zeit bis Sonntag an einem weiteren schönen Ort zu verbringen. Im Vorfeld reserviert, wir hatten ja geplant. Die Kontaktaufnahme mit unserem Gastgeber gestaltete sich als schwierig, wurden wir doch gefragt, ob wir über ein Buchungsportal kämen oder regulär zahlende Gäste seien 🤔. 

Aber auch hier der Reihe nach.  Wir verabschiedeten uns gestern aus Everssen mit diesem wunderbaren Blick auf Karl-Friedrich und genossen die Fahrt durch die Landschaft. In einem nahegelegenen Ort haben wir noch ver- und entsorgt und sind auf ein Hinweisschild zu einem der vielen Grenzdenkmäler gestoßen. 

 

Das wollten wir uns dann doch anschauen. Gruselig, einfach gruselig… oder Unvorstellbar, das trifft es besser. Zumindest für mich unvorstellbar, da ich mit dem ehemaligen Osten familiär keine Berührung hatte. Bei Ralf sieht das schon anders aus. Der Opa (väterlicherseits) wurde als Bauer enteignet und hat mit seiner Familie „rübergemacht“ , ebenso die Familie mütterlicherseits. Zufällig sind beide Familienteile im Rheinland gelandet und Ralfs Eltern (aus den Orten Schönebeck und Plossig) haben sich kennengelernt. Also nochmal Geschichte hautnah. 

Nachdem wir das Gesehen halbwegs verdaut hatten ging es dann weiter nach Schopsdorf. Von unterwegs hatten wir per WhatsApp und per Handy versucht den Gastgeber zu erreichen, leider erfolglos. Und so kam es, wie wir es irgendwie befürchtet hatten, wir standen vor verschlossener Tür. Also nochmal telefoniert und unser Sprüchlein auf dem AB hinterlassen. Siehe da nach 10 Minuten kam ein Rückruf und der junge Mann sagte uns zu in 30 Minuten vor Ort zu sein. War o.k., wir standen an der alten Schule in der Sonne. Was dann folgte war allerdings nicht mehr so schön. Der junge Mann kam (Typ Brat Pit, sagenhaftes Lächeln) und zeigte uns unseren Stellplatz. Im Hof, zwischen Landmaschienen und Gerümpel. Wir sollten an verschimmeltem Heu stehen und waren erstmal so sprachlos, dass wir uns freundlich auch an den Platz gestellt haben. Auf dem recht engen Hof standen dann noch ein Womo und ein Wohnwagen, nicht zu vergessen die Schweine – in einem aus unserer Sicht viel zu kleinen Stall für einen Ökohof. Den jungen Mann auf die Diskrepanz zwischen Werbung und Realität angesprochen kam ein: ihr müsst ja nicht hierbleiben. Gesagt getan, noch zwei Fotos geschossen, vorher den Stellplatz hier in Rathenow festgemacht und los. Das braucht’s nicht im Urlaub. 

In Rathenow angekommen haben wir KF abgestellt, uns noch etwas umgesehen und den Tag ausklingen lassen. Hier wollen wir erwähnen, dass es von unserer Gastgeberin Sophia Dehn grandios und nicht selbstverständlich war uns so spontan aufzunehmen. Dafür herzlichen Dank. Klasse! 😘😘

Heute – gemischtes Wetter – haben wir den Tag nach einem leckeren Frühstück mit einer kleinen Radtour begrüßt und hatten viel Spaß dabei. 😁. Das ist die Kurzversion. Etwas ausführlicher geschrieben haben wir heute unsere Klapp-E-Bikes ausprobiert und eine kleine Runde im Naturpark Westhavelland gemacht. 23,8 km, 1h und 55 Minuten um den Hohennauener See.

Klingt erst einmal locker… war es aber nicht. Zuerst sind wir direkt am See entlang gefahren (sandiger Waldboden), dann ging’s über Kopfsteinpflaster ein paar Kilometer und dann sind wir irgendwie auf die Mountainbike Stecke geraten. Die letzten Kilometer Straße hatten wir dann einen Gegenwind von ca. 60 km/h… Grausam und… mein Hintern tat weh, einfach untrainiert… 

Mit letzter Kraft zum Womo zurück, Räder verstaut und erstmal etwas kleines gegessen. Danach mit Mama telefoniert und auf einmal überfiel uns aus dem nichts eine derartige bleierne Müdigkeit, dass wir erstmal beide ins Bett sind. Echt grausam untrainiert… 

Aber wir arbeiten dran… Einen schönen Abend euch 😁😁🙋🏼‍♀️🙋🏼‍♂️

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