Helsinki | Kirvesselkä

Gestern Tag zwei in Helsinki. Eine wirklich beeindruckende Stadt. Was wir nicht wussten ist, dass wir genau zur Helsinki Pride 2022 hier sind. Die Grundidee von Helsinki Pride ist:

[…Das Thema „Begegnungen“ bringt die Mission der Helsinki Pride Week auf den Punkt: Die Veranstaltung ermöglicht es den Menschen, einander zu begegnen und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Wir wollen eine Grundlage für den Aufbau von Gemeinschaften und Gemeinsamkeiten schaffen.

Gerade in Zeiten der Pandemie ist es wichtig, dass sich die Menschen trotzdem treffen können. Die Helsinki Pride Community möchte Menschen dabei unterstützen, sich ihren eigenen, oft uneingestandenen Vorurteilen zu stellen. Sich seiner eigenen Vorurteile bewusst zu werden, ist der erste Schritt zum Aufbau und zur Förderung von Gleichberechtigung in all unseren Leben.]

Eine tolle Idee und wirklich unglaublich viele bunte Menschen. Wir waren so fasziniert, dass wir nur wenige Fotos gemacht haben, wir hoffen es reicht, wenn nicht unter Helsinki Pride 2022 findet ihr weitere Infos 












Und gleichzeitig gibt es auch ganz ruhige Orte in Helsinki. Zwei davon wollten wir besuchen, eines hatte leider zu, beim zweiten hatten wir Glück. 
Als erstes wollten wir die Kapelle der Stille im Stadtteil Kampii besuchen. 2008 geplant, 2011 begonnen,  ca. Mai 2012 fertiggestellt.
[…Ästhetik gibt der Seele Zugang zu religiösen und spirituellen Erlebnissen. „Ich hoffe, die Kapelle wird die Menschen sensibilisieren, Schönheit und Güte zu erkennen“, sagt Pfarrerin Tarja Jalli, die Leiterin der Kapelle der Stille. „Darüber hinaus hoffe ich, dass die Menschen beginnen, Verantwortung dafür zu übernehmen, die Schönheit des Lebens zu erhalten und zu vermehren.“

Die hölzerne Kapelle hebt sich von den mit Stein, Metall und Glas bekleideten Fassaden des nahen Hotels und Einkaufszentrums ab. „Die Außenarchitektur der Kapelle wurde bewusst so konzipiert, dass sie einen großen Kontrast zu den umliegenden Gebäuden bildet“, erklärt Summanen. „Sie muss unbedingt eine starke Identität besitzen, um in der groß angelegten, kommerziellen Stadtlandschaft hervorzustechen. Form und Material des Gebäudes kommunizieren unterschiedliche Werte.“]

Leider konnten wir die Kapelle nur von außen bewundern, da leider aufgrund von zu wenig Personal zu ?. 






Mehr Glück hatten wir mit der Felsenkirche. 1969 fertiggestellt, in einen Granitfelsen hineingebaut. 180 Fenster und ein Kupferdach. In der Spitze 13 Meter hoch. Eine unglaubliche Architektur. Und eine wunderbare Atmosphäre. 




























Von der Felsenkirche zurück ins pralle Leben und nach knapp 16.000 Schritten war der Tag zu Ende. Hier noch ein paar Eindrücke davon…
























Heute dann, nach einem späten Frühstück, haben wir Helsinki auf Wiedersehen gesagt und uns aufs gerade Wohl Richtung Savonlinna gemacht. Strecke ca. 220 km in wunderbarster Natur. Und… wir haben abseits der Straße ein sehr schönes Plätzchen zum Baden und Übernachten gefunden. Schaut selbst und freut euch mit uns. Liebe Grüße ??‍♂️??‍♀️








































P.S. So schaut’s gerade um 22:34 Uhr hier aus…






Bergheim | Travemünde | Helsinki

Mittwoch, 30.06.2022, 14:00 Uhr war es endlich soweit. Die letzten Gegenstände und Klamotten in KF verstaut, schnell noch zum Corona Testzentrum und dann los, auf die Reise. 3 wunderbare Wochen Urlaub stehen an. Finnland ?? ist das Ziel unserer Begierde.








Die Fähre von Travemünde startet um 02:45 Uhr. Das Gate öffnet um 21:00 Uhr und schließt um 24:00 Uhr. Das erste Mal mit KF auf der Fähre. Also wollten wir früh da sein. Wir haben um 21:43 Uhr eingecheckt und hatten dann eine Menge Zeit… ?⌛️. Denn, es war gut nach 01:00 Uhr, bis wir dann endlich auf die Fähre fahren durften. Also hinter das Einweiserauto geklemmt und rauf auf die Fähre. Vorbei und zwischen den dicken Jungs, zweimal ums Eck und schon standen wir. Kabeltrommel und Anschlusskabel raus, anschließen, die beiden Rucksäcke und die große Kölntasche (die von Ikea) raus, abschließen und zur Kabine. Hier mussten wir noch etwas warten, da unsere Kabine noch nicht fertig war. Als es endlich soweit war haben wir nur die Sachen abgestellt und sind sofort auf Deck 12 um die Ausfahrt von Travemünde zu sehen. Das dauerte allerdings dann noch einmal, gleichzeitig wurden wir mit einer traumhaften Aussicht belohnt. 




































Um 03:30 Uhr sind wir im Anschluss dann in einen komatösen Schlaf gefallen. Das Frühstück morgens haben wir verschlafen, den Brunch haben wir jedoch geschafft. Das Essen war o.k. Und gleichzeitig haben wir nette Menschen kennengelernt. Ein Mutter, Tochter, Freundin Gespann, welches mit einem gemieteten Camper in drei Wochen knapp 6.000 km fahren will und direkt neben uns ein Belgier und seine finnische Frau mit denen wir uns wunderbar über Finnland unterhalten konnten (auf englisch) und die uns ein paar sehr interessante Tips für unsere Reise gaben. Mein Englisch ist zwar nicht wirklich gut, gleichzeitig konnte ich mich den Abend über mit den beiden unterhalten ??. Wir hatten zu viert viel Spaß. 

Nach dem Brunch war so die Überlegung, was macht man den ganzen Tag auf so einer Fähre ⛴? Ralf wollte unbedingt in die Sauna und mich hat es auf das Deck verschlagen. Windgeschützt mit einem guten Krimi. Hier habe ich auch die drei Frauen kennengelernt. Sehr nett und auch hier haben wir viel gelacht. Ralf hat sich dann noch dazu gesellt und es war eine nette Runde, bis der Wind zu stark wurde, denn dann wurde es trotz Sonne zu kalt. Gleichzeitig habe ich zwischendurch immer wieder Bilder vom Wasser gemacht… keine Panik, ihr müsst nicht alle Wasserbilder anschauen, aber vielleicht ein paar… Der Sonnenuntergang ist nämlich atemberaubend, aber schaut selbst. 






































































Nach dem Abendessen waren wir noch eine Weile draußen und dann sind wir doch recht früh zu Bett. Um 07:00 Uhr klingelte der Wecker, raus aus den Federn, Frühstücken, wieder englisch quatschen, zusammenpacken die Sonne und die Ankunft in Helsinki fotografieren und um 09:15 Uhr kam dann die Ansage, bitte zu den Fahrzeugen. Alles ging recht schnell und so waren wir zügig von der Fähre und auf finnischem Boden. Hier haben wir uns direkt zum ca. 5 km entfernten Campingplatz aufgemacht, KF geparkt und erst mal eine lange heiße Dusche genossen. Wir Helden hatten nämlich nur einmal Wechselwäsche mit, aber zweimal an Bord geschlafen… ??. Da kam die Dusche auf dem Platz gerade recht. Vorher hab’s noch kurz einen Aufreger, denn wir haben das Anschlussstück zum Wasser tanken nicht gefunden (weil nicht dabei), also Wasser mit der Gießkanne auffüllen. Geht, ist aber nicht gerade komfortabel… Nach dem Duschen und umziehen sind wir dann los Richtung Centrum. Direkt am Campingplatz ist die Metro Station (2 Tages Ticket im Verbund A und B kostet 12 Euro, sehr human) und die Fahrt dauert ca 20 Minuten bis in die City. 
In der City angekommen mussten wir feststellen, dass der Stadtplan mit den Dingen die wir uns anschauen wollten in KF lag und eine Touristeninformation haben wir nicht gefunden. Also aufs Blaue los. War ein toller Tag mit 16.500 Schritten und vielen Eindrücken.






































































Wir sind jetzt platt und lassen den Tag in Ruhe ausklingen. Morgen gehts dann mit Karte wieder in die Stadt. Ach und einen Adapter haben wir auch kaufen können, klappt also jetzt auch besser mit dem Wasser. Und noch eines… Finnland ist sehr teuer…. Eine Kugel Eis, 4,50 Euro, 2 César Salat und zwei kleine Getränke, 46,- Euro… echt der Hammer… Schönen Abend euch… ??‍♀️??‍♂️??????

Evessen | Schopsdorf | Rathenow

Freitag nach getaner Arbeit haben wir uns von unserem wunderschönen Stellplatz in Everssen aufgemacht nach Schopsdorf (hinter Magdeburg) um die Zeit bis Sonntag an einem weiteren schönen Ort zu verbringen. Im Vorfeld reserviert, wir hatten ja geplant. Die Kontaktaufnahme mit unserem Gastgeber gestaltete sich als schwierig, wurden wir doch gefragt, ob wir über ein Buchungsportal kämen oder regulär zahlende Gäste seien ?. 

Aber auch hier der Reihe nach.  Wir verabschiedeten uns gestern aus Everssen mit diesem wunderbaren Blick auf Karl-Friedrich und genossen die Fahrt durch die Landschaft. In einem nahegelegenen Ort haben wir noch ver- und entsorgt und sind auf ein Hinweisschild zu einem der vielen Grenzdenkmäler gestoßen. 

Das wollten wir uns dann doch anschauen. Gruselig, einfach gruselig… oder Unvorstellbar, das trifft es besser. Zumindest für mich unvorstellbar, da ich mit dem ehemaligen Osten familiär keine Berührung hatte. Bei Ralf sieht das schon anders aus. Der Opa (väterlicherseits) wurde als Bauer enteignet und hat mit seiner Familie „rübergemacht“ , ebenso die Familie mütterlicherseits. Zufällig sind beide Familienteile im Rheinland gelandet und Ralfs Eltern (aus den Orten Schönebeck und Plossig) haben sich kennengelernt. Also nochmal Geschichte hautnah. 














Nachdem wir das Gesehen halbwegs verdaut hatten ging es dann weiter nach Schopsdorf. Von unterwegs hatten wir per WhatsApp und per Handy versucht den Gastgeber zu erreichen, leider erfolglos. Und so kam es, wie wir es irgendwie befürchtet hatten, wir standen vor verschlossener Tür. Also nochmal telefoniert und unser Sprüchlein auf dem AB hinterlassen. Siehe da nach 10 Minuten kam ein Rückruf und der junge Mann sagte uns zu in 30 Minuten vor Ort zu sein. War o.k., wir standen an der alten Schule in der Sonne. Was dann folgte war allerdings nicht mehr so schön. Der junge Mann kam (Typ Brat Pit, sagenhaftes Lächeln) und zeigte uns unseren Stellplatz. Im Hof, zwischen Landmaschienen und Gerümpel. Wir sollten an verschimmeltem Heu stehen und waren erstmal so sprachlos, dass wir uns freundlich auch an den Platz gestellt haben. Auf dem recht engen Hof standen dann noch ein Womo und ein Wohnwagen, nicht zu vergessen die Schweine – in einem aus unserer Sicht viel zu kleinen Stall für einen Ökohof. Den jungen Mann auf die Diskrepanz zwischen Werbung und Realität angesprochen kam ein: ihr müsst ja nicht hierbleiben. Gesagt getan, noch zwei Fotos geschossen, vorher den Stellplatz hier in Rathenow festgemacht und los. Das braucht’s nicht im Urlaub. 


In Rathenow angekommen haben wir KF abgestellt, uns noch etwas umgesehen und den Tag ausklingen lassen. Hier wollen wir erwähnen, dass es von unserer Gastgeberin Sophia Dehn grandios und nicht selbstverständlich war uns so spontan aufzunehmen. Dafür herzlichen Dank. Klasse! ??




















Heute – gemischtes Wetter – haben wir den Tag nach einem leckeren Frühstück mit einer kleinen Radtour begrüßt und hatten viel Spaß dabei. ?. Das ist die Kurzversion. Etwas ausführlicher geschrieben haben wir heute unsere Klapp-E-Bikes ausprobiert und eine kleine Runde im Naturpark Westhavelland gemacht. 23,8 km, 1h und 55 Minuten um den Hohennauener See.

Klingt erst einmal locker… war es aber nicht. Zuerst sind wir direkt am See entlang gefahren (sandiger Waldboden), dann ging’s über Kopfsteinpflaster ein paar Kilometer und dann sind wir irgendwie auf die Mountainbike Stecke geraten. Die letzten Kilometer Straße hatten wir dann einen Gegenwind von ca. 60 km/h… Grausam und… mein Hintern tat weh, einfach untrainiert… 
























Mit letzter Kraft zum Womo zurück, Räder verstaut und erstmal etwas kleines gegessen. Danach mit Mama telefoniert und auf einmal überfiel uns aus dem nichts eine derartige bleierne Müdigkeit, dass wir erstmal beide ins Bett sind. Echt grausam untrainiert… 

Aber wir arbeiten dran… Einen schönen Abend euch ????‍♀️??‍♂️

Thorr | Evessen

Auf dem Weg nach Berlin… 20 Jahre Mensch…

Und dann… dann wird der Mensch krank, alle Konzerte abgesagt… Gute Besserung Herbert Grönemeyer und auch gute Besserung den Mitgliedern der Band. 
Schade für uns, gleichzeitig eröffnet die Absage neue Möglichkeiten der Gestaltung in Berlin… aber, da sind wir ja noch gar nicht.

Gestern nach der Arbeit ging es – mit vielen, vielen anderen Menschen – auf in den Kurzurlaub. Wir waren darauf vorbereitet, aber es war doch mehr Stau als erwartet. Naja, was soll’s, Camper haben bekanntlich die Ruhe weg… Etwas Sonne war auch noch da, also alles gut. Und… die ersten 10.000 km hat Karl-Friedrich sehr gut überstanden und trotz grober Behandlung durch Ralf (ich sage nur erste Schramme am Gotthard, gell Ralf ?!) ist er ein super zuverlässiges Reisemobil, halt unseres!  






Nach gefühlt 35 Stunden… die es natürlich nicht waren, sind wir dann gestern hier in Evessen angekommen und haben einen traumhaften Stellplatz. Die Anfahrt war etwas tricky, es hat sich gelohnt…seht selbst.


















Stellplatz also super… aber wie es immer so ist, hier ein kleiner Auszug aus dem Kapitel „Pleiten, Pech und Pannen“. 

1. schön, dann können wir nachher ja noch kurz mit den Rädern los. Hast du die Fahrradhelme mitgenommen? Schweigen und Kopfschütteln ?

2. schön, dann können wir uns vielleicht nachher kurz mit den Rädern umschauen, wo liegen denn die Ladegeräte für die Akkus… laues Lachen von uns beiden, die liegen natürlich zu Hause… ??

3. KF ausgerichtet, irgendwann gestern Abend ins Bett, schlecht geschlafen, bis uns auffiel, dass unsere Köpfe tiefer liegen, als die Füße ?… also Kopf und Füße getauscht und super geschlafen. Heute Morgen KF neu ausgerichtet und freuen…. ??

Nach einem leckeren Frühstück haben wir uns auf die Socken gemacht. Ein kleiner Spaziergang sollte es werden… 8,5 km waren es dann (13.182 Schritte für mich ??). Auch hier wieder wunderschön. Landschaftlich nett und zwischen riesengroßen Bäumen gibts auch Kultur und Humor. 




























Viele Eindrücke und viele Schritte… jetzt wird gekocht und dann lassen wir den Abend ausklingen… 



Bis morgen ????‍♀️??‍♂️

Flensburg | Hamburg

Nach einem leckeren Frühstück haben wir uns am Dienstagmorgen auf, Richtung Hamburg gemacht. War die Hinfahrt nach Flensburg über die große Nord-Ostsee-Kanal Brücke sehr, sehr stürmisch, so war die Rückfahrt gerade zu langweilig ?. 






In Hamburg angekommen hatten wir das Glück in St. Pauli am Fischmarkt in der ersten Reihe direkt an der Elbe einen Stellplatz zu bekommen. Große Freude! Weniger große Freude hat uns der Regen gemacht, der scheinbar diese Woche unser ständiger Begleiter sein soll. Allerdings kommt es immer darauf an, was man daraus macht. 

















Also erstmal etwas abgewartet und dann die Regenpause genutzt und an den Landungsbrücken Richtung Elbphilharmonie spaziert. Von dort aus ging’s quer durch die Innenstadt zum Hobbenköök wo wir uns mit unseren Hamburger Freunden C&D getroffen haben. Wir hatten einen sehr vergnüglichen Abend und haben extrem lecker gegessen. 

Der zweite Tag Hamburg fing im Regen (was sonst…) an. Wir hatten für 14:00 Uhr die Stadtführung mit Elbphilharmonie gebucht und wollten uns vorher noch die Helmut Schmidt Ausstellung anschauen. Also warm eingepackt losmarschiert. Auf dem Weg zur Schmidt Ausstellung haben wir uns erstmal den alten Elbtunnel angesehen. Mit dem alten Autofahrstuhl nach unten und staunen. Sehr beeindruckend… 










Wieder über Tage angekommen sind wir noch an St. Michaelis vorbeigeschländert bis uns auffiel, dass die Zeit was knapp wird, wenn wir vor der Stadtführung noch zu Ausstellung wollen. Also die Schrittfrequenz erhöht. Nun ist das in einer fremden Stadt so eine Sache mit der Navigation… Nach einigen Irrungen haben wir aber doch noch unser erstes richtiges Ziel erreicht (kurz vorm Hypervetilieren, weil a) sehr warm angezogen und sehr schnell gegangen und b) nichts zu trinken mit ??). 
Dafür hat sich die Ausstellung aber gelohnt. Vieles nochmal neu erfahren, vieles was gar nicht bekannt war. 






Von der Ausstellung ging’s dann flugs zum Sandtorkai, wo wir uns mit dem Stadtführer Stefan getroffen haben. Bis zur Elbphilharmonie waren wir eine Gruppe mit 6 Teilnehmenden, danach nur noch zu viert. Super! Wir haben in knapp drei Stunden zu Fuß sehr viel über Hamburg erfahren und können das gar nicht alles wiedergeben. Manchmal sagen aber Bilder bekanntlich mehr als 1000 Worte…


































Nach dieser unglaublichen Tour haben wir die nächste Bratwurstbude sprichwörtlich überfallen ??. Gut gesättigt  ging’s dann erstmal zu KF zurück, wo wir unsere leckere Erbsensuppe vergenußwurzelt haben. Am Abend wollten wir uns dann noch das Erotik Art Museum in St. Pauli anschauen, aber das was wir da gesehen haben hat weder den Namen, noch die Aufmerksamkeit verdient. Also sind wir zu Reperbahn gegangen, einmal hoch und einmal runter und haben dann gesehen, dass Hamburger Dom ist (Dom = Kirmes). Also noch über den Dom geschlendert, ein paar Pfeile fliegen lassen und dann über die Davidwache wieder zurück zu KF. Alles in allem waren wir 17 km unterwegs und sind nur noch ins Bett gefallen… Gleichzeitig hat es sich sowas von gelohnt… ??



















Und Donnerstag gehts nach Büsum ????‍♀️??‍♂️

Bergheim | Flensburg


Urlaub! Doch vor dem Urlaub noch was Arbeit. Nicht nur die normale im Job, sondern auch die daneben. Wir hatten am letzten Wochenende einen wunderbaren Kunsthandwerkermarkt in Köln-Porz auf dem Engelshof. Wir sind dort immer zweimal im Jahr und stellen unsere Kunst aus. Also Samstagmorgen in aller herrgottsfrüh aufgestanden (Auto war Freitagabend schon „ready“) und hinfahren, aufbauen, zehnmal überlegen, ob nicht Zuviel auf den Tischen steht, umräumen und auf die ersten Schau- und Kauflustigen warten. 

Samstag war es „saukalt“, sind wir morgens doch tatsächlich mit Schnee auf dem Auto gestartet. Also ein sowas von typischer 01. April! Dementsprechend waren auch wenig Besucherinnen und Besucher auf dem Markt. Also rasch nach Hause, leckere Erbsensuppe essen, vorm Kamin wärmen und ab ins Bett. Sonntag war wärmer und deutlich besser. Nach dem Abbau ging’s nach Hause, wo wir unser Glas in KF geladen haben und dann sind wir noch los Richtung Flensburg. 


Wir wollten noch bis ungefähr hinter Hannover kommen, was uns auch gelungen ist. Der Plan war auf einem Autohof zu übernachten… Pläne sind dazu da geändert zu werden, denn auf einmal standen da Schranken und der Zutritt wurde für 20,- bis 25,- Euro gewährt. Das ist uns dreimal passiert und um 01:30 Uhr haben wir dann gesagt, ein Parkplatz neben der Autobahn tust auch. 




Erstaunlicher Weise haben wir (also zumindest ich ?) sehr gut geschlafen und nach einem guten Frühstück ging’s weiter nach Flensburg. In Flensburg hatten wir einen Stellplatz direkt am Hafen. Leider mit viel Regen und gleichzeitig kommt es immer darauf an, was man daraus macht. 






Nach einem Stadtbummel (im Regen) und einer kleinen Ruhephase in KF haben wir uns für das Ereignis zurechtgemacht, weswegen wir uns auf den Weg nach Flensburg gemacht hatten. Schaut selbst…


Ein unglaublicher Abend mit tollen Künstlern im Deutschen Haus in Flensburg. 






Nach dem Konzert gemütlich zurück zu KF und dann war es das… 


Bergheim | Erfurt | Dassel

Montag ging es los… los mit Vorbereiten. Karl-Friedrich aus dem Winterschlaf geholt, fit gemacht und wieder eingerichtet. Ach… was für eine Freude, endlich wieder los… Selbst die Tatsache, dass wir erst einmal „nur“ zum Arbeiten nach Erfurt unterwegs sein werden, hat die Freude nicht getrübt ??. 

Also alles Wichtige einladen, die Arbeitssachen nicht vergessen, Lebensmittel auch nicht und dann auf zum tanken… Was für eine Freude ?. Dazu muss ich jetzt nichts mehr sagen…

Dienstag ging es dann tatsächlich los. Am frühen Morgen auf nach Erfurt. Haus und Katze (wie immer) in treue Hände übergeben – Danke ihr zwei ❤️❤️.

In Erfurt haben wir – ganz in der Nähe unserer Geschäftsstelle – den Wohnmobilstellplatz „Erfurt Tor zur Stadt“ angesteuert. Sehr neu, sehr schön, großzügige Sanitäranlagen, echt klasse und… außer uns war niemand dort.



In Erfurt selbst konnten wir einige Termine im mobilen Arbeiten erledigen, für andere waren wir in unserer Geschäftsstelle. Dienstagabend und Mittwochabend haben wir uns mit Freunden getroffen, was nach langen zwei Jahren einfach nur schön war. Uwe, Yvi, Florian ❤️???‍♂️??‍♀️. 












Donnerstag noch gearbeitet und auch hier wieder Menschen getroffen, die wir gefühlt eine Ewigkeit nicht gesehen haben. Steffi, Achim, Jürgen, das war soooo schön, endlich wieder live und in Farbe ?. 

Und dann ging’s endlich los in den Kurzurlaub. Geplant hatten wir (über staybetter gebucht) in Dassel zu übernachten und in Ruhe dort hin zu fahren. Also gemütlich in Erfurt los. Alles was dann kam war nicht mehr gemütlich. Ich gebe zu, dass ich tatsächlich etwas Angst hatte. Wir sind in ein Unwetter vom Feinsten geraten und konnten zum Teil nur mit ca. 50 km/h fahren. Der Wind hat an KF gerüttelt und gezogen, aber mein Held ??‍♂️ hat uns sicher durch das Unwetter gefahren, so dass wir natürlich viel später als geplant aber trotzdem glücklich an unserem Stellplatz angekommen sind. Wir haben es sogar geschafft KF noch auszurichten. 






Und dann erreichte uns die Nachricht von diesem Wahnsinn. Uns fehlen die Worte… Daher…aktueller denn je unser Aufkleber auf KF!

Trotzdem waren wir ja froh angekommen zu sein und da wir tagsüber wenig gegessen hatten gab es noch Abendbrot und dann war der Tag (nach Ansetzen des Brötchenteigs) zu Ende. 

Heute war dann erst einmal lange ausschlafen und mit einem wunderbaren Frühstück mit selbst gemachten Brötchen aus dem Omnia in den Tag starten. Mit Mama ❤️❤️❤️ telefoniert und fertig gemacht zum spazieren gehen. Auf dem Spaziergang haben wir unsere Gastgeber getroffen. Sehr cool, dass es Menschen gibt, die solch eine Möglichkeit der Übernachtung anbieten. Danke dafür! Das Wetter war spannend… seht selbst…






















Kurz vor dem nächsten Unwetter wieder zurück und in KF gemütlich gemacht ??. 






Frisch war’s…, aber… wir hatten ja noch die Thermoabdeckung in der Garage. Also die nächste Schneeregenpause abgewartet und raus um KF seine Haube anzulegen… Uiiiii war das kalt… Also flott gearbeitet und dann wieder ins Warme zurück. 

Im Omnia kann man nicht nur backen, sondern auch wirklich lecker kochen. Heute Abend gab es Kichererbsenpüree mit Paprika und Möhren mit Käse überbacken. Lecker!!! 








Morgen geht es zu den Alpakas vom Ellerhof. Dort dürfen wir morgen übernachten und Sonntag gehts dann zur Wanderung mit den Alpakas. Große Vorfreude… Bis dann ??‍♂️??‍♀️

Neuharlingersiel | Carolinensiel | Harlesiel und zurück | zu Fuß ?


Unglaublich, aber wahr… Knapp 20 Kilometer und das ohne Zwang, Bedrohungen, Erpressungen… NEIN echt freiwillig… Aber von vorne…. 

Freitag hatten wir einen wunderbaren Tag im BadeWerk hier in Neuharlingersiel. Sauna, Massage, also eher der Faulenzertag… Heute wollten wir dann etwas spazieren gehen ????. 
Da ich noch was aus der Apotheke benötigt habe (wenn Frau den Kopf nicht beim packen, sondern schon in Urlaub hat ?) und es in Neuharlingersiel keine gibt dachten wir, lass uns gemütlich nach Carolinensiel laufen, einkaufen und dann wieder gemütlich über den Deich zurück. 

Guter Plan, wenn man nicht bummelt, kein Geburtstagsvideo für einen Freund drehen würde, zu lange und zu gemütlich frühstückt um dann festzustellen, dass die Apotheke in Carolinensiel (8! Kilometer entfernt) um 13:00 Uhr schließt. 
Also rein in die Wanderschuhe ?, dem Wetter entsprechend angezogen (viel zu dick) und los. Da wir doch – für meine Verhältnisse – stramm gegangen sind, gibt es vom Hinweg nur ein paar Bilder. 


















Geschafft! 12:47 Uhr waren wir vor der Apotheke. Ralf recht locker und lässig, ich kurz vorm Hyperventilieren ?. Das war ein sehr deutlicher Hinweis, dass ich mich mehr bewegen sollte! Tief Luft geholt, rein in die Apotheke und wieder (mit Beute) raus. Und dann sind wir auf die phantastische Idee gekommen nach Harlesiel zu laufen und von dort über den Deich zurück. Aber erst nochmal was Carolinensiel geschaut. 










Auch in Harlesiel gab es das ein oder andere zu sehen, grundsätzlich empfanden wir beide Städte doch als ziemlich trostlos. Das mag am Wetter gelegen haben und an den vielen geschlossenen Cafés aber irgendwie hat uns das hier nicht wirklich angesprochen. 










Also, auf zum Rückweg. Auch Ralf war jetzt nicht mehr ganz so locker unterwegs und der Weg am Deich, auf dem Deich und neben dem Deich zog sich ganz schön hin. Während wir also gegangen und gegangen sind, könnt ihr euch die Zeit mit diesem Suchbild vertreiben. Auf was genau sind wir da zugesteuert?


Na, noch keine Idee ?? Na klar doch, ihr wisst es bestimmt… genau… Schafe ? ? ? und davon nicht wenige… Aber schaut selbst ? (nicht nur Schafe waren zu sehen ?)..






















Irgendwie haben wir es dann doch noch zu KF geschafft, Schuhe aus, Jacke aus und erst mal 30 Minuten nix tun. Wir waren so platt, dass wir überlegt haben das Essen im La Mer abzusagen. Glücklicherweise war es nur eine Überlegung, das wäre sonst wirklich schade gewesen. 

Noch ein Wort zum Campingplatz an sich. Für einen Kurztrip ist er o.k. im Herbst oder Winter. Längere Zeit würden wir hier nicht verbringen wollen, hier Zäunen sich alle ein! Das hat eine unangenehme Atmosphäre. Schade






Aber zurück zu unserem Abschluss des Tages. Frisch gemacht, die müden Knochen wieder in die Ausgekleidung geworfen und los. Und was können wir euch berichten… es hat sich wieder gelohnt… 












Auf dem Rückweg noch die Stimmung eingefangen und jetzt gehts gleich ins Bett. Gute Nacht euch und eine gute Zeit bis wir uns wieder melden. 

 

Thorr | Witten | Neuharlingersiel

Gestern Morgen um kurz nach 07:00 Uhr klingelte der Wecker ⏰. Unser Kurztrip an die Nordsee konnte starten. Und wie das immer so ist, es fällt einem dies noch ein und dann das noch, also sind wir erst kurz vor 09:00 Uhr dann auch tatsächlich losgefahren. Möglich wird so ein Trip weil unsere Freunde Evelyn und Peter sich sowohl um unser Haus und Hof kümmern, als auch unsere Murmel versorgen und bespaßen. Vielen lieben Dank euch beiden ❤️??.

Zuerst ging es jedoch nach Witten. 






Witten? wieso Witten? Naja, am kommenden Montag geben wir Karl-Friedrich auf dem Rückweg aus unserem Kurzurlaub in Witten bei der Firma BD Wohnmobil Elektrotechnik ab, wo KF seine Luftfederung, sein Solar, seinen Wechselrichter, seine Lithiumbatterie, etc. bekommt. Dazu gibt es aber im Nachgang einen gesonderten Blog. Während ich heute Morgen schreibe, macht Ralf gerade Frühstück ????. Aber zurück zum Blog. Also sind wir mit KF und unserem Auto nach Witten gefahren und haben das Auto dort stehen lassen bis Montag. 

Von Witten aus ging’s dann nach Neuharlingersiel. Zwischendurch hatten wir eine Menge Regen und Nebel, 

vor Ort angekommen riss die Wolkendecke aber zumindest kurz auf. 







Bevor wir am Campingplatz angekommen waren, hatten wir noch Diesel für 1,49 Euro getankt. Der Wahnsinn, liegen die Preise doch zum Teil über 1,60 Euro. 
Am Campingplatz rein zur Anmeldung und ärgern… Der Platz war bereits Inclusive Strom bezahlt. An der Anmeldung erklärte uns dann eine nette junge Dame, dass auf unserem Stellplatz dies nicht gelten würde (EDV Fehler) und der Strom nach Verbrauch abgerechnet wird. Auch das Frischwasser muss entweder mit der Kanne in den Tank vom Womo eingefüllt werden (zig mal laufen), oder man kann für 5 Minuten ein Euro Frischwasser an der Zapfsäule vorm Platz ziehen. Unsere Raucherkasse (wir rauchen seit über 5 Jahren nicht mehr, sparen aber jeden Tag das Geld zum Reisen) gibt es her, also für drei Euro Frischwasser gezapft und ab zum Stellplatz. 


Abgestellt, Strom angeschlossen und dann raus auf den Deich und ran ans Wasser, welches auch gerade da war und die Umgebung erkunden. 


















Kurz entschlossen haben wir dann gestern Abend noch im Restaurant La Mer reserviert um essen zu gehen.  Die beste Idee überhaupt. Es gab erst einmal, als Gruß aus der Küche eine Hühnerbrühe mit Einlage. Danach als Vorspeise (leider zu schnell gegessen und kein Bild gemacht ?) Schafskäse mit Gemüse und Kräutern überbacken. Als Hauptgang gab es einmal Seezungenfilets mit Aioli-Dill-Creme und Estragonkartoffelstampf und einmal den Matrosenteller (drei Schweinefiletmedaillons mit Champignons-Knoblauch-Sauce und Bratkartoffeln. Ein Gedicht, jedes Gericht für sich Extraklasse, so dass wir das La Mer nur empfehlen können. Von 5 möglichen Sternen würden wir 6 vergeben. Für Samstag haben wir bereits wieder reserviert. 
















Mit vollem Bauch (ohne Nachtisch) sind wir dann gemütlich zum Stellplatz (mit einem kleinem Umweg über den Hafen) zurück gewandert. 
















Nach einer wunderbaren Nacht, einem leckeren Frühstück, dem Bolg schreiben geht es jetzt gleich ins BadeWerk zu Sauna und bereits gebuchter Massage. 

Euch einen tollen Tag und bis zum nächsten Blog.

Es grüßen herzlich Ralf und Elke ??‍♂️??‍♀️

Glasfestival Wertheim


Wunderbar! Wir haben die Einladung zum Glasfestival in Wertheim sehr überraschend bekommen und uns ziemlich spontan entschieden dort auszustellen. Vielen Dank an Petra Pepper für die Vermittlung. 

Ich war in der Woche vor dem Festival beruflich in München und musste Ralf daher mit der ganzen Packerei von KF alleine lassen (ein leicht schlechtes Gewissen hat sich da bei mir eingestellt, aber nur leicht *schmunzel). In Karl-Friedrich geht glücklicherweise eine Menge rein und Ralf hat seine Fähigkeiten in Sokuban deutlich unter Beweis gestellt. Karl-Friedrich war noch nie so ausgelastet wie hier. 




Donnerstagmorgen ging es dann für Ralf los auf nach Wertheim (den Umweg über die Waage hat Ralf sich aus Zeitgründen gespart *zwinker). Wir hatten zuvor unseren Stellplatz bei Azur Camping Wertheim reserviert und Ralf ist erst einmal zum Stellplatz gefahren und hat auf den Anruf für das GO zum Standaufbau gewartet. 




Also Anruf bekommen, vom Campingplatz zum Rathaus fahren, Platz begutachten und Stand aufbauen. 






Eine traurige, einsame Nacht auf dem Campingplatz nimmt aber auch irgendwann ein Ende und der Markt startete Freitag um 11:00 Uhr mit einem wunderbaren Stand von uns. Wer unsere Webseite für unsere Glaskunst noch nicht kennt… 

www.glaszeiten.de



Nach Ende der Schulung am Freitag ging es für mich dann von München mit dem Zug nach Würzburg. Ziemlich anstrengend in einem VOLL!besetzten Zug (klar Freitagmittag) mit Maske und halt eben vielen Mitreisenden. 
Die Idee war, pünktlich abzufahren, um den Bus in Würzburg zu bekommen, der mich dann nach Wertheim bringen sollte. Tja, wie das so oft mit Ideen und Wünschen ist… 

In München hatten wir 20 Minuten Verspätung, weil eine Tür des Zuges nicht zuging. aaahhhhhhh… Nachdem wir dann endlich losgefahren waren, mussten wir in Nürnberg erneut pausieren. Diesmal waren es gleich zwei Themen. Einmal der Defekt an der Tür, der untersucht werden musste und dann ein Polizeieinsatz im Zug. Die Zeit für den Bus (war ja mit etwas Puffer geplant) wurde immer kürzer. Also ankommen in Würzburg, mit Koffer rennend das Bus Terminal suchen (eigentlich war der Bus schon weg), den Bus sehen und reinspringen. Kurz vorm Hyperventilieren noch 7,40 Euro für die Fahrkarte bezahlt und dann auf nach Wertheim. Dort „nur noch“ durch die Kopfsteinpflasterfußgängerzone mit einem Rollenkoffer und dann war es endlich da, das Schild, welches mir sagte, ich bin angekommen. 

Mann begrüßt, trotz Kundinnen am Stand geknutscht und erst einmal ankommen und Luft holen.
Um 18:00 Uhr war der Markt zu Ende, Zelt verschließen und auf zum Campingplatz. Ralf hat sich dankenswerterweise um meinen Rollkoffer gekümmert, so dass ich den 30 minütigen Weg entlang der Tauber bis zum Platz wirklich genießen konnte. 




Seit unserem Italien Urlaub das erste mal wieder in Karl-Friedrich übernachten… Einfach unbeschreiblich und wunderbar. Der Morgen wurde mit einer wunderbaren Aussicht begrüßt (wobei die Nacht schon etwas frisch war).








Nach dem leckeren Frühstück ging es dann gut gelaunt und warm eingepackt in Richtung Wertheim, wo wir um 10:30 Uhr unseren Stand geöffnet haben und um 11:00 Uhr das Festival an diesem Samstag startete. 

Wir hatten Glück, nachdem sich der Hochnebel verzogen hatte kam tatsächlich die Sonne hervor und hat das getan, was sie an dem Tag tun sollte… unser Glas zum Scheinen bringen. 














Kooperation mit Petra Pepper


Wir arbeiten zwischendurch immer mal wieder mit anderen Glaskünstler:innen zusammen. In diesem Fall mit Petra Pepper. Petra hatte auf Facebook ein Foto unserer Castingformen gesehen und einfach in den Kommentar geschrieben: „das will ich auch“. Also dachte ich, schreib mal zurück: „komm vorbei“. Aus diesem kleinen Austausch ist eine wunderbare Kooperation entstanden.

Der Poseidon im Bild ist unglaublicherweise eine Glasperle und die Welle auf der er sitzt ist von Petra in unserer Werkstatt, mit fachlicher Unterstützung durch uns, gefertigt worden. 
Wir finden eine wirklich geniale Arbeit!

Nachdem der Markt am Samstag zu Ende war wurden wir von den anwesenden Glaskünstler:innen eingeladen mit ihnen zusammen den Abend ausklingen zu lassen, was wir sehr, sehr gerne getan haben. Die Details bleiben unser Geheimnis, aber es war ein wunderbarer Abend. Kulinarisch ebenso, als auch im Austausch. 

Der Rückweg zum Campingplatz an der Tauber entlang war diesmal im Dunkeln und hat uns wunderbare Ausblicke sehen lassen.











Sonntagmorgen haben wir dann (nachdem die Dusche im Waschhaus nur noch kaltes Wasser produziert hatte) mit Bootsunterstützung gefrühstückt, was ein wenig versöhnlich war. 


Auch der Sonntag stand ganz im Zeichen des Festivals. Viele interessante Objekte, viele neue Impulse, etliche Vorführungen und Preisverleihungen. Sehr zu meiner Überraschung wurde ich in die Jury des Glasperlenwettbewerbes berufen. Neben dem Publikum war auch eine Fachjury gefragt, die zum einen ihre Wertung abgegeben hat, zum anderen auch einen Förderpreis vergeben durfte. Dies mitzuerleben und mitzugestalten war extrem spannend. Danke dafür. 




















Nach dem Markt haben wir dann abgebaut, zusammengepackt uns tausendmal von allen verabschiedet und sind tausendmal von allen anderen verabschiedet worden. Wir sind dann gut gelaunt wieder mit Karl-Friedrich auf den Campingplatz gefahren. 

Wir haben den gleichen Stellplatz bekommen, Karl-Friedrich ausgerichtet (so gut wie nie zuvor) und uns zum Abschluss noch einen Campari auf Eis gegönnt, bevor wir noch eine kleine Brotzeit zum Abend eingenommen haben. 




Montag (Urlaubstag) ging es dann nach einem sehr späten Frühstück in aller Ruhe mit Karl-Friedrich wieder nach Hause zurück. Allerdings mussten wir feststellen, dass wir ein Reifenproblem haben. Einer unserer Reifen will partout seinen Druck nicht halten, was bedeutet, dass wir uns zum Reifenhändler aufmachen müssen und hoffen, dass es mit einer Reparatur getan ist. Wir werden sehen und halten euch auf dem Laufenden. 

Ach ja und… nach Wertheim ist vor Wertheim, so dass wir uns dort nächstes Jahr wieder sehen werden… 


Bad Krotzingen (DE) – Teningen (DE) – und nach Hause (DE)

Sonntag, wir sind zu Hause. Aber zuvor sind wir noch von Bad Krotzingen am Freitag über Freiburg nach Teningen gefahren. Dort haben wir über Stay Better auf einer Wiese bei einem wunderbaren Bauernhof übernachtet. 

Freiburg war schön. Wir hatten tolles Wetter und haben am neuen Stadion auf dem Womo-Stellplatz geparkt und sind dann mit der Tram in die Stadt gefahren. 
Freiburg wimmelt nur so von unterschiedlichen Menschen umso verwunderter und auch entsetzt waren wir ob der übermächtigen rechten Hetze auf Wahlplakaten.




Nach dem Versuch für Ralf noch ein paar Womo-Birkenstocks zu kaufen (kläglich gescheitert, was sicherlich an der Kompetenz der sehr jungen Verkäuferin lag) und dem erfolgreichen Kauf von zwei Womo-Bademänteln sind wir dann weiter nach Teningen gefahren, wo wir uns zur letzten Urlaubsübernachtung angemeldet hatten. Ein toller Hof, Milch, Fleisch, Wurst, Obst, Marmelade, Wein, Brot und Sekt, alles aus der eigenen Produktion. Wir haben nochmal gut eingekauft. Und dann ging’s auf diesen wunderbaren Platz… schaut selbst…


Zurück
Weiter

Der Morgen danach. Ein letztes Frühstück und dann ging es ca. 500 km wieder nach Hause. 

Ein unglaublicher, toller, faszinierender, wunderbarer, traumhafter Urlaub ❤️. Wir wurden zu Hause nicht nur von unserer super betreuten Miezekatze ?‍⬛ empfangen, sondern unsere Freunde Evelyn und Peter haben uns auch direkt zum super leckeren Essen eingeladen. Also noch was gequatscht, gelacht, erzählt und dann ab ins eigene Bett, welches von Murmel direkt zum allgemeinen Katzenkorb erklärt wurde. 

Heute noch waschen, aufräumen und was man nach dem Urlaub so tut und ab morgen gehts wieder normal weiter. Wir freuen uns schon auf die nächste Fahrt. Liebe Grüße an alle, Ralf und Elke ??‍♂️??‍♀️


Faido (CH) – Bad Krotzingen (DE)

Karl-Friedrichs erster 2000der! ⛰ 

Gestern, nach einem guten Frühstück,  haben wir uns auf nach Bad Krotzingen gemacht, wo wir heute den ganzen Tag in der Therme verbracht haben, aber der Reihe nach. Zwischen Faido und Bad Krotzingen liegt nämlich der Gotthard. Und diesmal haben wir so geplant, dass wir mit ausreichend Zeit im Rücken mit KF über den Pass fahren konnten. 
Mir war nicht ganz geheuer, weil ich mir nicht sicher war, ob KF vielleicht doch zu groß ist (seufz…), Ralf war total cool und gelassen. Kein Problem hieß die klare Aussage. 


Gespült, uns und KF fertig gemacht und losgefahren. War schon „komisch“ nicht auf die Autobahn zu fahren und Rosa permanent zu widersprechen!

Rosa ist übrigens unser Navigationssystem ??. Also der Autobahn gewunken und dann, dann haben wir ihn zu ersten Mal von unten gesehen. Schon beeindruckend. Gibt eine gute Dokumentation als Spielfilm darüber.



Die ersten Kurven waren – zumindest für mich – sehr herausfordernd. Wir hatten vorher ausgemacht, dass Ralf fährt und ich die Bilder mache. Wenn Frau aber nicht selbst fährt sieht es von der Beifahrerseite immer enger und gefährlicher aus, als es ist. Und dann kam die Herausforderung. Ein Umleitung und einmal falsch abgebogen und wir steckten fast fest. Die Straße wurde immer kleiner und die Häuser bewegten sich auf KF zu. Uff…Wir haben’s geschafft, vor lauter Aufregung gibt es davon aber keine Fotos, nur von der ersten Schramme von KF ?.


Nachdem wir also den ersten Schreck hinter uns hatten, waren wir wieder auf dem richtigen „Zubringer“ zum Gotthard. Ich hätte am liebsten nach jeder Kurve (und es waren viele) halt und neue Bilder gemacht. Jede Aussicht war anders, hatte etwas anderes besonderes, einfach wunderbar… Jetzt wollen wir euch nicht mit allen Fotos langweilen, aber ein paar sind es schon…


Zurück
Weiter

Auf dem Pass angekommen haben wir festgestellt, dass wir auch auf 2100 Metern hätten übernachten können (an einem kleinen Bergsee), aber der Fortschritt in Form von Windrädern auch am Gotthard nicht halt gemacht hat. Wir sind uns nicht ganz sicher, aber wir haben ca. sieben Stück gezählt. 

Was man auf den Fotos nicht sieht sind die vielen anderen Menschen, die auch auf dem Pass waren… Zwei Frauen, ein Mann. Er gelangweilt, die beiden ein Foto nach dem anderen an den seltsamsten Stellen gemacht, das ältere Paar in einem echt schmucken Oldtimer, er standesgemäß mit Kopfbedeckung, sie mit Haaren vom Winde verweht. Die Gruppe ausländischer Mitbürger, die viel Spaß hatten, weil der Wind ihnen alle Tücher durcheinander gewirbelt hat, viele Motorrad Fahrende, und, und, und…

Irgendwann war dann auch für uns der Zeitpunkt um weiter zu fahren. Die Fahrt runter war nicht ganz so spektakulär, aber auch hier gab es einiges zu sehen. 


Zurück
Weiter

Den Abstecher nach Andermatt haben wir verschoben und sind dann recht zügig weiter Richtung Deutschland gefahren.

Ein Zwischenstopp noch an einer Autobahnraststätte (Wundern über 1,95 Euro pro Liter Diesel…) und Toblerrone und ein Schweitzer T-Shirt erstanden. An der Raststätte war auch ein echtes Kunstwerk aus Schrott zu bestaunen. Davon gibt es unter diesem Link hier noch mehr zu sehen. Schon interessant, was man alles machen kann. 






Vorbei am Vierwaldstätter See sind wir dann in Basel doch noch in einen etwas dickeren Stau geraten, waren aber gegen 17:00 Uhr hier in Bad Krotzingen. Ein kleiner Stadtbummel, lecker essen im Roten Lamm! Und dann war der Tag auch langsam zu Ende. Schließlich ging es heute ja hier in Bad Krotzingen weiter. 

Heute war Verwöhntag ??. Wir hatten Eintrittskarten zur Therme und uns von Italien aus bereits zwei Anwendungen gebucht. 100 Minuten absolutes Verwöhnprogramm. Ein Träumchen. Vor- und Nachher war noch Sauna angesagt (da gibts natürlich keine Bilder zu) und dann waren wir nochmal im Roten Lamm essen um den Tag auch gelungen abzuschließen. ??‍♀️??‍♂️❤️❤️. 

Piombino (IT) – Faido (CH)

Piombino gestern

Gestern war unser letzter Tag am Meer. Irgendwie schade, gleichzeitig, auf zu neuen Ufern, in unserem Fall zurück in die Schweiz. Bevor wir das jedoch in Angriff genommen haben, waren wir noch einmal am Strand. 
Und was soll ich sagen, das Meer hat uns die Abreise etwas leichter gemacht, wie ihr auf den Fotos sehen könnt. Zuerst noch echt nett, aber die Wolken und die Regenfront kamen…


Zurück
Weiter

Frau also zu Mann gesagt, hmmm… wenn wir trocken bleiben wollen, dann sollten wir langsam… (oder so ähnlich, vielleicht nicht so konkret ?), Mann (großer Wetterprophet mit Wetter App), gesagt, ach das wird nichts, das zieht vorbei. Also nochmal in den Sand gelegt und weiter gelesen (Achtsam Morden von Karsten Dusse) bis Mann dann auch sagte, vielleicht sollten wir gehen… 

Noch nicht richtig bei den Rädern angekommen… die ersten Tropfen… Bis wir zurück waren, waren wir dann einmal komplett gewaschen, hatten aber trotzdem unseren Spaß, war ja warmer Regen. 

Nachdem es aufgehört hatte zu regnen und nach dem Duschen haben wir dann Karl-Friedrich für die Weiterreise fertig gemacht. 

Kisten erstmal raus, Fahrräder wieder rein, alles sicher verstauen. Ladungssicherung par excellence! 






Und wer glaubt, dass Essen beim Camping nur aus „Dosenfutter“ und Fertiggerichten besteht der irrt.

Wir stellen vor: gegrillte Hähnchenbrust, belegt mit italienischer Birne, überbacken mit Ziegenkäse. Dazu ein gemischter Salat und selbst gebackenes Brot mit Butter und Salz. Zum Abschluss gab es noch eine kleine Flasche Champagner, so geht die Zeit am Meer stilvoll zu Ende. 


Zurück
Weiter

Auf gehts, heute 

Nach dem Frühstück und dem Verstauen der letzten beweglichen Teile (da wird man sehr erfinderisch ??) und der Entsorgung des Grauwassers sind wir dann Richtung Faido aufgebrochen.






Von Piombino ging’s über Pisa, Massa, Carrara, Parma, Mailand, Como, Lugano nach Faido. Anbei ein paar Eindrücke…

U


Zurück
Weiter

In Faido angekommen, dann der Schock… 16 Grad. Wir standen in kurzer Hose, Birkenstocks und T-Shirt an der Rezeption, gegenüber saßen Menschen in der Daunenjacke draußen beim Caffee ??.

Also KF geparkt, noch kurz draußen umgesehen und rein ins Warme.






Und bei 16 Grad, gibts nur eins… 

Danke Schwesterherz für diese wunderbaren Socken. ????‍♂️??‍♀️❤️❤️. Morgen gehts bei – hoffentlich – strahlendem Sonnenschein über den Gotthard. 

Piombino (IT) – Strand

Nachdem es gestern geregnet hatte (kurz aber heftig) hatten wir heute unsere Handys auf die Wetterapp eingestellt und waren uns nicht sicher, was der Tag uns bringt. Der Himmel war duster, aber wir haben der App geglaubt und sind mit den Rädern zum Strand. Schaut euch den Hinweg an… 





Am Strand angekommen war es immer noch sehr düster und gleichzeitig waren nur wenige Menschen da. 

Warme Luft, wenig Menschen, ein Verkäufer mit gekühltem Obst, tolle Wellen, Ruhe zum Lesen und Spaß… was kann man mehr wollen… 


Zurück
Weiter

Und wieder bei Karl-Friedrich angekommen hatten wir dann noch diese wunderbare Stimmung. Ein toller Tag. 




Rom (IT)

Ein unglaublicher Tag, über 20.000 Schritte und 700 Stufen in die Kuppel des Petersdoms. Wir sind beide platt, das Hirn ist voll von Eindrücken, die verarbeitet werden wollen. 

Unglaublich, riesig, phantastisch, beeindruckend, gigantisch, wertvoll, historisch, vielfältig… und bestimmt noch viel mehr ist Rom. 

Der Shuttlebus von Happy Camping hat uns (und noch ein paar andere Camper) zur Bahnstation Prima Porta gebracht (trostlose Gegend) von wo wir dann mit dem Zug nach Flaminio gefahren sind.


In Flaminio angekommen haben wir uns zu Fuß zum Petersdom aufgemacht (waren extra ordentlich angezogen, also lange Hose und Schultern bedeckt – in Würde geschwitzt). Anbei ein paar Eindrücke vom Weg…

Am Vatikan, bzw. auf dem Petersplatz angekommen waren wir schon beeindruckt ob dessen Größe. Den vielen Ticketverkäufern ausweichend haben wir uns in die Schlange der Wartenden eingereiht. Die meisten der wartenden Menschen hatten in der Tat schon etwas von COVID gehört und haben sich an die Abstände gehalten, aber ein paar unverbesserliche gibt es ja immer… Denen muss man klar gegenübertreten und zeigen, was man davon hält. 

Nochmal kurz zur Kleiderordnung. Irgendwie waren wir – mit ein paar wenigen anderen, die, die sich an die Vorgaben gehalten haben. Alle anderen durften aber auch rein. Wir haben uns dann relativ flott in die Warteschlange eingereiht, bei der es um die Eintrittskarten zur Kuppel ging. Für 8,- Euro alle Treppenstufen hoch, für 10,- durfte man die ersten 250 Stufen per Aufzug bewältigen. Ob meines Knies haben wir uns für diese Art entschieden. Oben angekommen waren wir quasi direkt über dem Hauptschiff und konnten von dort nach unten schauen. Ganz schön hoch. 



Nach dem ersten Schock (nein, ich habe keine Höhenangst, ich nicht!) ging es dann weitere 350 Stufen aufs die Aussichtsplattform, durchaus herausfordernd für Knie und Kopf. Oben angekommen bot sich allerdings ein wunderschöner Blick über Rom.


Zurück
Weiter

So schön es dort oben ja auch war, irgendwann muss es wieder abwärts gehen… phuuu…




Aus der Kuppel zurück konnten wir noch auf dem Dach des Petersdoms herum wandeln und haben natürlich auch von dort ein paar Fotos gemacht. 

Zurück
Weiter

Vom Dach des Petersdoms ging es dann in den Dom selbst. Gigantisch. Zum einen die Größe, zum anderen die unglaubliche Fingerfertigkeit mit der die irrsten Skulpturen erschaffen wurden. Nicht, dass uns das tatsächlich gefallen hat, gleichzeitig verbeugen wir uns vor dieser Handwerkskunst. Bilder können das schlecht wiedergeben, daher nur ein paar. 





Was uns am meisten überrascht hat war, dass wir doch etliches an Zeit dem Vatikan gespendet hatten. Bewacht von der Schweitzer Garde haben wir dann auch noch die Postkarte aus der Poststelle des Vatikan an meine Mama gesendet. Und… wir konnten noch Eintrittskarten für die Führung zum vatikanischen Museum ergattern ??. Und dann war die drängende Frage was essen? Auf dem Weg weg vom Touristenstrom haben wir noch den Hinweis bekommen, dass Menschen auch in den Vatikan gelangen, wenn sie den Gardisten am Dom in deutsch oder auch holländisch ansprechen und um Einlass zum Campo Santo Teutonico bitten. Der Campo ist italienisches Staatsgebiet, der Zugang jedoch erfolgt durch vatikanisches Gelände. Als auf zum Gardisten, gefragt, wären auch hingekommen, aber die Öffnungszeiten waren schon vorbei. Freundlich bedankt und erneut die Frage nach, was essen wir gestellt.

Erstmal vom direkten Einzug des Vatikans weg, an einer sehr belebten Straße ein wunderbares kleines Ristorante gefunden (nur Italienerinnen und Italiener) und lecker die drei Gänge verknuspert. 


Nach dem Essen wollten die Füße so gar nicht mehr, aber wir mussten ja irgendwie wieder zur Bahnstation. Also aufgemacht, nochmal über den Petersplatz, an anderen netten Plätzen (u.a. die Piazza Navona) vorbei, über die Altstadt zur spanischen Treppe und dann zur Bahn. Entweder waren wir zu müde, oder die Spanische Treppe ist halt einfach nur eine Treppe… uns hat sie jedenfalls nicht beeindruckt….




Etwas zu früh am Bahnhof angekommen haben wir noch Wurst und Brot eingekauft, die müden Füße ruhen lassen und waren dann gegen 20:00 Uhr müde, erschöpft und glücklich nach 20.002 Schritten und 700 Treppenstufen wieder bei Karl-Friedrich zurück. ????‍♂️??‍♀️

Siena (IT) – Rom (IT)

Ein kurzer Beitrag ?. Heute ging’s von Siena nach Rom. Genauer gesagt in einen Vorort von Rom – Prima Porta, denn dort ist unser Platz für die nächsten drei Tage. Also angemeldet, Platz gesucht, KF geparkt und in Waage gebracht und das Wetter genossen. 
Wir haben dann versucht über die Seite des Vatikans an Tickets für das Museum und die Sixtinische Kapelle zu kommen. Hmmm… scheinbar sind wir als Heiden, zumindest aber als nicht Katholiken irgendwo gekennzeichnet. Der Vatikan will uns keine Tickets online verkaufen. 4 Versuche und immer scheitert es im letzten Vorgang und die Seite ist nicht mehr zu erreichen. Könnte daran liegen, dass sie a) von 2015 ist und b) der Vatikan selbst schreibt, dass es zu Störungen kommen kann. Wir werden es nun Vorort versuchen. 

Happy Camping hat einen kleinen Pool und das Wetter war so schön, dass wir beschlossen den Pool zu testen. Also rein in die Badesachen, Handtücher und Schlüssel und los. Am Pool angekommen waren wir die einzigen… wie schön. Aber… Rechnung ohne Wirt gemacht. Die Coronaregel besagen, dass wir zwar schwimmen dürfen, aber nur mit Badekappe. Badekappe!!!!! Das letzte Mal im letzten Jahrtausend getragen… natürlich konnten wir in der Bar am Pool eine, bzw. zwei kaufen. Uiiii, schon irgendwie dämlich mit dem Ding… aber schaut selbst… ??. 

Arezzo (IT) – Siena (IT)

Um unser leckeres Essen bei der Fattoria hat uns dann doch der ein oder andere Camper beneidet. 
Lecker Salat mit Tomate, Paprika und Aprikosen. Dazu frisches Brot, Peccorino, Rotwein-Balsamico-Essig-Zwiebel (in Kombi mit dem Peccorino unschlagbar!) und leckere Fenchelsalami. Dazu einen leichten Rosé und freuen ???????????

Nach einer ruhigen Nacht und einem leckeren Frühstück ist Ralf nochmal losgezogen und hat doch noch etwas Wein und Olivenöl gekauft und ich habe KF auf Vordermann gebracht. 
Wir wurden dann von einem leicht mürrischen älteren Herrn darauf aufmerksam gemacht, dass wir den Platz räumen müssen, denn es wollen ja auch noch andere Menschen kommen… (wir glauben, dass der Herr einfach nur schlecht geschlafen hatte ?). 
Unser nächstes Ziel sollte ja Rom sein… aber… in Siena waren wir auch noch nicht und das lag so nah. Also von Arezzo aus in Rom den Campingplatz gebucht (Happy Camping) und auf nach Siena. In Siena sind wir auf dem Campingplatz Colleverde gelandet. Relativ teuer, mit WiFi wird geworben, aber nix WiFi, aber was soll’s. Stellplatz ausgesucht, KF ausgerichtet (mittlerweile geht das ruckzuck), rudimentäre Waschungen durchgeführt und ab zum Bus nach Siena. 

Die Buslinien Nr. 8 und Nr. 3 fahren in der Nähe des Campingplatzes ab und erstmal waren wir noch guter Dinge. Wir waren etwas zu früh und haben die Kraft der Sonne doch leicht unterschätzt. Die Bushaltestelle lag mitten in der Sonne. Allerdings gab es kurz dahinter einen schönen großen Olivenbaum der ein wenig Schatten gespendet hat. Uns und dem deutsch-englischen Päarchen (halb so alt wie wir, er mit einem großen Buch über Italien). 

Was uns allerdings niemand gesagt hat ist, dass es nicht reicht an einer Bushaltestelle zu stehen, damit der Bus anhält… Der Bus kam, der Fahrer hat uns angeschaut und ist locker an uns vorbei gefahren… ???. 

Vier ratlose Gesichter… also warten auf den nächsten Bus (es war immer noch heiß!).

Auch dieser Bus wäre garantiert an uns vorbei gefahren hätte nicht ein Einheimischer, der kurz vor der Abfahrt ankam, die Hand rausgehalten, was die Busfahrerin als Zeichen des Haltens gedeutet hat. Puh… also merken wir uns, Busfahren funktioniert wie zu Hause, wenn der Schülerlotse die Kelle raushält. 

Im Bus drin haben wir eine Fahrt erlebt, die ihresgleichen sucht. Die Fahrerin kannt ihren Bus und wir haben trotzdem – ob des Tempos – mehrfach die Luft angehalten. Aber alles schick, wir sind gut in Siena angekommen. Natürlich haben wir uns die Stadt und die Sehenswürdigkeiten angesehen. Der Dom war sehr beeindruckend, die Piazza del Campo ebenso. Die Piazza ist bekannt durch das Pferderennen (Palio di Siena) welches zweimal jährlich ausgetragen wird. Wir haben noch einige Fahnen der 17 Contraden (Stadtteile) sehen können. 

Viele Schritte… als Belohnung haben wir uns am Abend in einer Osteria etwas abseits des Trubels noch ein leckeres Abendessen gegönnt ?.


Es gab Tagliata al Tartufo für Ralf und Tagliata al Funghi für mich. Super lecker, wenn Mann und Frau auch aber nicht richtig zuhört, dann verwechselt man Tagliata gerne mit Tagliatelle und ist dann sehr erstaunt, dass der sehr nette Kellner keine Nudeln bringt, sonder Rindfleisch…

Der Knaller war allerdings der Nachtisch. Torte della nonna. ❤️❤️❤️❤️



Danach ging’s nur noch Richtung Bus (natürlich mit dem Umweg der Sehenswürdigkeiten bei Nacht) und wir sind glücklich und zufrieden wieder auf dem Campingplatz „gelandet“. Wir überlegen immer noch, ob Siena oder Firenze die für uns schönere Stadt ist… was denkt ihr?

Parma (IT) – Arezzo (IT) Fattoria La Vialla

Die Nacht war anstrengend. Ziemlich laut und vor dem Gelände hat sich die motorisierte Jugend getroffen… Es erstaunt uns noch immer mit welchen Wohnmobilen Menschen unterwegs sind und vor allem welche Menschen unterwegs sind. Das junge Pärchen hinter uns etwa, welches mit einem Leihmobil unterwegs ist. Er ziemlich Matscho, sie ziemlich laut. Die hinter uns, welche einfach auf dem Platz entwässern… geht gar nicht! Unser freundlicher Hinweis, dass ihr Grauwasserablauf wohl „versehentlich“ offen ist, wird mit roten Köpfen entgegengenommen. Ertappt! Immerhin haben sie dann den Grauwasserhahn geschlossen. 

Gegenüber das ältere Paar mit einem 4×4 Allrad Womo, welches den Platz grausam fand, aber noch länger blieb, als wir und ganz großes Kino… der Herr, der mit dem Frischwasserschlauch sein Klo gesäubert hat ????. 
Glücklicherweise sind wir gut ausgestattet und brauchten den Schlauch nicht zu nutzen, heute kam unsere Faltgießkanne wieder zum Einsatz. 
Die Fahrt zur Fattoria war zu Anfang recht eintönig, Autobahn halt. Als wir jedoch von der Autobahn runter sind und die Straßen oder besser Sträßchen immer kleiner und enger wurden, da wurde es interessant. 
Karl-Friedrich hat sich in die Kurven geworfen, an manchen Stellen die Luft angehalten, zwischendurch freundlicherweise kleine Miniautos an sich vorbeiziehen lassen und uns sicher (mit etwas Geklapper und Getrappel) zum Ziel gebracht. Vorher durften wir aber diesen wunderbaren Ausblick genießen.



In La Vialla waren wir etwas überrascht, dass von den 12 zur Verfügung stehenden Stellplätzen nur zwei frei waren und die anderen 10 vorreserviert. Davon hatten wir im Vorfeld nichts gelesen, aber egal, war ja noch frei. 

La Vialla ist seit 30 Jahren eines unserer Lieblingseinkaufsgeschäfte, wenn es um Italienische Qualität geht. Hoch professionell und durchgestylt aber Bio. Hier gehts zur Webseite. 

Also KF geparkt, Übersicht verschafft und los. Tja, was soll ich sagen… es gibt soviel zu sehen und vor allem soviel zum Mitnehmen… wir haben uns aber zurück gehalten. Vielleicht gehen wir morgen nochmal los ?. 

Hier unsere Ausbeute

  • Wein
  • Essig
  • Marmelade
  • Nudeln
  • Ciabattine
  • Tagliatelle
  • Soßen
  • eingelegte Zwiebeln
  • Fenchelsalami
  • Pecorino
  • Brot



Zurück haben wir erstmal KF ausgerichtet und das erste Mal unsere Markise aufgespannt. Campari auf Eis und in Ruhe überlegen, wohin es gehen soll. Gleich wird gekocht und dann war es das für heute… ??‍♀️??‍♂️

Bous (DE) – Faido (CH) | Faido (CH) – Parma (IT)

Bous – Faido (CH)

Nach einem leckeren, späten Frühstück sind wir von Bous aus zum Weltkulturerbe Völklinger Hütte gefahren. Nicht um uns das diesmal anzuschauen, was sicherlich sehr empfehlenswert ist, sondern weil es dort eine ausgewiesene Ver-  und Entsorgungsstation gibt. 
Also haben wir für 3,- Euro das Grauwasser und die Toilette entsorgt und Frischwasser aufgefüllt. 




Anschließend haben wir uns auf die gut 500 km nach Faido in der Schweiz gemacht. Da wir nicht ganz so früh losgefahren sind wie wir eigentlich gedacht hatten war es schon eine Überlegung über den Gotthard oder durch den Gotthard. Wir haben uns dann für durch den Gotthard entschieden. Auf der Rückreise wollen wir jedoch so planen, dass wir abends in Faido sind und dann am Morgen gemütlich über den Gotthard fahren und das Panorama genießen. 
Panorama hatten wir auch kurz vor Luzern schon, wo es eine super Aussicht auf den Sempachersee gab. 



In Faido angekommen, haben wir einen der letzten Stellplätze ergattert und Ralf ist das erste Mal auf unsere Auffahrkeile gefahren. Trotz diesen haben wir aber mit der Schnauze nach unten gehangen ?‍♀️. Der Camingplatz in Faido ist im übrigen unter www.campingottardo.ch zu finden.

Faido – Parma

Strahlender Sonnenschein, was will man mehr. Gleichzeitig, bei Sonnenlicht betrachtet haben wir durchaus „abenteuerlich geparkt ?. 

Hat aber funktioniert und egal aus welchem Fenster wir geschaut haben, überall grün. Das ist unbezahlbar… 

KF hoch
Caffee

Zurück
Weiter

Von Faido aus sind wir dann recht unspektakulär,  mit etwas Stau ob eines Unfalls, nach Parma gefahren. Der Stellplatz liegt leider direkt an der Autobahn ?. Allerdings ist auch die Busverbindung direkt neben dem Stellplatz, so dass wir in 11 Minuten mitten in Parma waren. Und natürlich… haben wir Schinken gekauft. Hier ein paar Eindrücke für euch. 

Konken – Wiebelskirchen – Bous

Nachdem wir relativ gut in Konken übernachtet haben, haben wir uns nach einem leckeren Frühstück über Land auf den Weg zu meiner Mama gemacht. 
Wir hatten soviel von KF erzählt, dass wir natürlich auf dem Weg in den Urlaub bei Mama vorbeischauen wollten. Und… Mama war beeindruckt. Zum einen von Karl-Friedrich, zum anderen davon, dass ich ihn fahre ?. Nach einem leckeren Mittagessen sind wir dann nach Bous zu meiner Schwester und ihrem Lebensmenschen gefahren. Leckeres Essen und ein langer, wunderbarer, interessanter und lustiger Abend bis morgens um 02:00 Uhr ??????. Einfach wunderbar ??.






knapp aber konkret

Er kommt! Mitte Juli kam die Info, dass er kommt. Unser Händler wollte sich zwar noch nicht auf die Woche festlegen, aber Anfang August stand nun im Raum. Große Freude, denn irgendwie wurde jetzt doch alles konkreter. Hatten wir die ganze Zeit nur davon geträumt mobil zu sein, so war unser Traum nun zum Greifen nah. 

Und tatsächlich, am 03. August wurde unser Womo von Sachsen (Neustadt) nach Nordrhein-Westfalen (Kerpen) per Transporter geliefert. 
Natürlich haben wir uns direkt Tags drauf für einen ersten Besuch auf den Weg gemacht. Und ich sage euch, in der Halle unseres Händlers, sah er sooooooo riesig aus, dass ich dacht, niemals nicht bekommen wir den bei uns vor die Haustür. Wir haben zwar einen Stellplatz für ihn, wenn wir nicht unterwegs sind, aber vor unseren ersten Aktivitäten wollten wir ihn zu Hause haben und in Besitz nehmen. 

Also Papiere vom Händler mitgenommen und unser WoMo beim Straßenverkehrsamt angemeldet. Nummernschilder besorgt (wir hatten die Nummer von Hüttli behalten) und gewartet, dass wir das GO vom Händler bekommen, dass wir ihn abholen können. Wieso ich immer von ihm rede? Erst wollten wir das WoMo ja Hüttli 2.0 nennen, aber das fanden wir dann doch nicht so prickelnd. Rosa L. fanden wir auch cool, aber das hatte eine zu große Ähnlichkeit für uns zu Christiane F. (für alle, die zu jung sind um damit etwas anzufangen: Christiane F. – wir Kinder vom Bahnhof Zoo)

Karl-Friedrich. Ja, Karl-Friedrich, wie Karl Marx und Friedrich Engels. Das entspricht unserem Geschmack und daher hat unser WoMo jetzt seinen Namen und daher auch „er“. 

Und dann war es endlich so weit! Der große Tag war da. Am Freitag, den 13. August haben wir Karl-Friedrich mit exakt 0 Kilpmetern auf dem Tacho beim Händler abgeholt. 



Nachdem wir eine, sagen wir mal, recht unprofessionelle Einweisung über uns ergehen haben lassen und die offensichtlichen Mängel wie eine verschmutzte Matratze und einen Riss in der Toilettenwand behoben wurden sind wir zu unserem ersten Kurztrip gestartet. Wir sind zum Verkehrsübungsplatz nach Kaarst gefahren. Vorher waren wir allerdings noch an der Tankstelle ?. 

Etwas Diesel war noch in KF, aber nicht mehr viel. Also erst einmal, das erste Mal mit KF an der Tankstelle. Passt ganz schön was rein. Add Blue noch dazu und dann los. Vorher nachgeschaut wie lange der Platz aufhat… reicht. In Kaarst angekommen (Ralf ist gefahren) war die Einfahrt durchaus schon eine kleine Herausforderung. Die nette Dame am Empfang teilte uns dann mit, dass wir eigentlich zu groß für den Platz sind ☹️. Aber, sie hatte eine super Lösung für uns ?. Wir durften auf den Platz, der sonst für das Sicherheitstraining genutzt wird. Eine Stunde für 17,- Euro und wir waren alleine. Somit konnten wir alles üben, was uns so in den Sinn kam. Einfach genial ?.




Glücklich und zufrieden sind wir dann nach Hause gefahren, wo KF erst einmal seinen Parkplatz vor unserem kleinen Haus bekommen hat (Weltmeisterlich eingeparkt von Ralf). 


Liefertermin verschiebt sich

April, Mai, Juni, Juli – Alternative gesucht

Wie schon erwähnt, nichts deutete darauf hin, dass wir unser Womo nicht zum vereinbarten Liefertermin bekommen sollten. 

Froh gelaunt rechneten wir im April mit dem Anruf unseres Händlers, dass der Liefertermin nun fest sei und wir ganz klar planen könnten… Da Ralf im April Geburtstag hat, wollte ich ihn mit einem erweiterten Kurztrip nach Flensburg zum Max Raabe Konzert im August überraschen. Die Konzertkarten hatte ich schon einmal verlegen lassen (ziemlicher Aufwand bei Eventim und Konzertveranstalter). Also ja noch massig Zeit bis dahin. Tja, ihr könnt es euch sicherlich schon denken, das war nix mit dem Liefertermin. 

Die Gewitterwolken wurden größer, denn auf einmal war nicht nur die Geburtstagsüberraschung für Ralf zunichte, auf einmal drohte sich auch unser Jahresurlaub in Luft aufzulösen, hatten wir Hüttli ja bereits im Februar in treue, neue Hände gegeben (Hüttli fährt jetzt in der Nähe von Duisburg rum und macht den neuen Besitzern sichtlich Spaß). 

Vorsichtige Schätzungen vom Händler – Ende September. Immerhin waren wir nicht alleine mit unserem Thema, Freunde von uns hatten in Dresden den gleichen Spaß mit ihrem neu bestellten Carado Alkoven. Gefühlsmäßig ist das ein auf und ab, auch wenn uns vollkommen klar ist, dass wir hier von einem Luxusproblem sprechen. In Zeiten wo Menschen ohne Hab und Gut unterwegs sind, es in vielen uns umgebenden Ländern immer schwieriger wird von demokratischen Regierungen zu sprechen, in Zeiten, wo Menschen um ihr Leben fürchten, da ist ein Lieferproblem eines Wohnmobils – kein Problem. 

Wir sind engagiert und unterstützen, wo wir dies für sinnvoll halten, aber wir werden und können die Welt nicht retten und werden deshalb nicht nicht Leben. Soviel kurz zu unserer Haltung. Wir sind übrigens auch Mitglieder:innen beim Wohnmobil für Klimaschutz. Können wir sehr empfehlen.


Pflanzt mit 1 Cent pro gefahrenem Kilometer klimarobuste Bäume und leistet so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt eines intakten Waldes und zur Reduzierung der CO2-Konzentration in unserer Atmosphäre. Hier gehts zur Webseite. 

Zurück zum Liefertermin. Was tun? Die Frage haben wir nicht nur uns, sondern auch unserem Wohnmobilhändler gestellt. Nachdem der neue Liefertermin (unser Händler traute sich schon gar nicht mehr zu fragen, bzw. uns eine Auskunft zu geben, so dynamisch war die Zeit) Ende September sein sollte, mussten wir uns nach einer Alternative umschauen, denn ein Urlaub zu Hause – war keine Option. 

Unser Händler machte uns den Vorschlag mit einem Mietmobil (zur Hälfte der normalen Kosten) in Urlaub zu fahren. Hmm… Ralf war davon zumindest etwas angetan, ich eigentlich gar nicht. Wollte ich doch nicht in einem Womo schlafen, wo schon viele andere geschlafen haben. Gleichzeitig mache ich das beruflich ja doch recht häufig und Ralf fragte zurecht, wo der Unterschied sei, ob ich in einem Hotelbett übernachte oder in einem grundgereinigten Womo. Trotzdem… irgendwie wollte ich nicht, habe mich dann aber überzeugen lassen und mit der Option unseren eigenen Topper (der ja schon bestellt war) auf das Bett zu legen ging es dann auch für mich. Also Anzahlung an McRent geleistet und ein ähnliches Womo (Reisemobil Family Standard) reserviert. 

Begeisterung sieht anders aus!

Zubehör

Warten ist anstrengend. Vor allem dann, wenn Mann viel Zeit damit verbringt sich zu überlegen, was alles noch für ein Womo angeschafft werden soll.

Folgende Kleinigkeiten waren in der Überlegung (ihr bekommt auch direkt die Entscheidung und unsere Bezugsquellen mit). Hinweis in eigener Sache, das sind wirklich unsere Quellen und wir bekommen dafür kein Geld oder Sachleistungen):

  • Boxen für die Garage – gekauft, Ordnung in der Garage muss sein (hat jedes Bauhaus, TOM, Obi und wie sie alle heißen, Euroboxen)
  •  Thitronik Sicherheitssystem – Null nachdenken, wollen wir! bestellt bei De Swart & Sohn
  •  Zusatzschlösser für Fahrer-, Beifahrer- und Aufbautür – verschoben bis zum Caravansalon, aber diese Marke
  • Holz für die Dusche – gekauft, sieht netter aus ? (nach der Bestellung, beim Händler)
  • Omnia Backofen – gekauft, keine Lust auf selbstgemachte Brötchen zu verzichten (wir haben unseren über „4 Reifen & 1 Klo“ gefunden)
  • Gasaußensteckdose – bestellt, wir wollen auch draußen kochen (nach der Bestellung, beim Händler)
  • Duocontrol – bestellt, während der Fahrt im Winter wichtig… Heizung (nach der Bestellung, beim Händler)
  • Schubladeneinsätze – klar, soll ja nicht alles hin und her wackeln (Kühlschrankeinsatz)
  • neue Töpfe – waren fällig, die alten aus Hüttli haben ausgedient (Set)
  • neues Besteck – Kaufhof im Abverkauf
  • Bettwäsche – wohlfühlen ist wichtig (gibt es hier)
  • Topper – nach längerer Überlegung, da wir gut liegen wollen (auch nach der Bestellung, beim Händler)
  • Dinkelkissen – für angenehme Träume (Kissen)
  • Airlineschienen – natürlich gekauft, bessere Verzurrung in der Garage (Airline)
  • Solbio – war uns wichtig, weil wir keine Chemie nutzen wollen (Solbio)
  • kleiner Tritt – ich komme sonst nicht an das Dachfenster zum Öffnen desselbigen
  • Fußbodenerwärmung – wollte Ralf haben (er friert so schnell ?). Nachdem unser Händler sagte, dass von 100 Wohnmobilen er nur ganze 2 mit sowas ausgestattet hat und Ralf den Tip gab bei kalten Füßen ein zweites Paar Socken anzuziehen, haben wir es sein lassen ???
  • Solaranlage – sinnvoll, aber auf später verschoben
  • Wechselrichter – dito
  • Lithiumbatterie – dito
  • Luftfederung – dito
  • Ratzfatz Radhalterung – gekauft, echt genial, denn jetzt sind unsere E-Bikes in der Garage! (Auch bei unserem Womo-Händler, nach der Bestellung
  •  Anhängerkupplung – irgendwann wollen wir unsere Vespa mit in Urlaub nehmen
  •  Faltgieskanne – gekauft, zu unserer Schande gestehen wir, dass wir diese bei Amazon gekauft haben. Normalerweise unterstützen wir lieber die Kleineren…

.

Warten…

Um es vorweg zu nehmen, warten ist in einer solchen Angelegenheit nicht gerade unsere Stärke…

Wie gesagt, im Oktober 2020 bestellt mit der Maßgabe, na, bis zum nächsten Urlaub ist er sicherlich da. Auch von Seiten des Händlers gab es keinen Hinweis, dass der ersten Liefertermin Mitte Mai sich als unrealistisch herausstellen könnte. Zu Hause angekommen waren wir sehr euphorisch und haben uns gegenseitig beglückwünscht (und ich glaube, auch darauf etwas getrunken) eine solch tolle Entscheidung getroffen zu haben, aber Mai ist ja noch so lange hin. Auf jeden Fall haben wir dann den ersten Menschen in unserem Freundes- und Familienkreis davon erzählt. Die Reaktionen waren wie ein bunter Blumenstrauß, die meisten davon sehr positiv. Ab und an wurde uns die Frage gestellt, ob 7,40 Meter nicht vielleicht etwas zu lang sind… – Nein sind sie nicht, auch wenn ich zwischendurch durchaus diese Befürchtung auch hatte…

Ralf hat dann angefangen bereits die technischen Informationen zu lesen. Handbücher gibt es heutzutage ja online. Auch war die Frage, was benötigen wir alles an Zubehör und noch viel wichtiger, wie bringen wir das in unserem Womo unter und wo. Auch hier kann man ja ein Vermögen ausgeben. Also will der Zukauf sehr durchdacht sein und wir wollten uns nicht von „haben wollen“ leiten lassen, aber das ist eh nicht so unsers. 

Ich habe mich eher damit beschäftigt, was ich im Womo gerne wohnlicher gestalten möchte (hört sich ja leider nach einem ganz klassischen Männer-. Frauenbild an, welches wir garantiert nicht leben!). Da wir mit Karl-Friedrich (dessen Name zu der Zeit noch gar nicht feststand) ja wie schon erwähnt auch auf Kunsthandwerkermärkte wollen, war uns wichtig, dass wir die Rückseite von KF gestalten wollen. Dabei habe ich mir die Fragen gestellt, was genau soll auf die Rückseite. Da wir uns ja bewusst gegen einen angebauten Fahrradträger entschieden hatten stand mir ja die komplette Rückfront uneingeschränkt zur Verfügung.  

Also, was gestalten… Kontaktdaten, Logo (welches Logo?), Hinweis auf die Webseite…, etc. Also ran an das IPad und die ersten Entwürfe erstellt. Ralf und ich waren uns schnell einig, dass wir in unseren Farben – blau – unser Logo aufbauen werden. Ich erspare euch die Entwürfe, gleichzeitig gerne tobender Applaus für unser Firmenlogo. 

Die Auswahl

Die Entscheidung für den Sunlight war relativ schnell gefallen. Das Design sehr modern, das Raumangebot echt riesig, reinkommen, wohlfühlen. Wir hatten uns noch einen Detlef Just 90 angesehen, welcher einen ähnlichen Grundschnitt hat, aber aufgrund der enorm hohen Nachfrage, war dieser schon „weg“. 

Wer Lust hat, kann sich nebenstehend auf der Sunlight Händlerseite unseren Karl-Friedrich im Innenleben anschauen (allerdings funktioniert das 360 Grad Video von Sunlight nicht immer…)

Hier gehts zum 360 Grad Händlervideo.

Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass wir, als wir uns das erste Mal mit dem Thema Wohnmobil intensiver beschäftigt haben, es ganz klare Vorgaben gab: Nicht länger als 6 Meter, ein Kastenwagen (weil sehr wendig), Längsbetten, Toilette und Dusche und maximal 3,5 Tonnen schwer. Ach ja und mehr als 50.000,- Euro sollte er auch nicht kosten. 

Und… wenn ich auch sage, die Entscheidung war schnell gefallen, ehrlicherweise, so schnell ja doch nicht. Das was jedoch von Anfang an klar war, war, dass es ein neues Wohnmobil sein soll. Wir werden sehr wahrscheinlich nur einmal im Leben uns ein solches Gefährt zulegen. Also haben wir uns mit den verschiedenen Modellen der Wohnmobilwelten beschäftigt. Es gibt derer doch recht viele. 


Vollintegriert

Teilintegriert
Alkoven

Buss / Van

und noch ganz viele Unterkategorien mehr…

Der Kastenwagen war relativ schnell „raus“, denn beim Besichtigen bin ich vor der Küche stehend mit meinem Hintern schon an die Rückwand gekommen (und ich habe durchaus „normale“ Maße). Auch waren die Modelle immer mit Querbetten, was wir nicht mehr wollten. Wir hatten im alten Hüttli Querbetten und irgendwie passte das nicht mehr zu uns.

Der Alkoven kam von Anfang an nicht für uns in Betracht, da ich keine Lust hatte zu klettern. Weder Abends in das Bett noch – und das war weitaus wichtiger – Nachts auf dem Gang zum Bad über eine Leiter aus dem Bett. Ich bin froh, wenn ich zu Hause schlaftrunken das Badezimmer finde, das wollte ich Ralf und mir in einem Wohnmobil nicht antun. 

Der Vollintegrierte lag nun gar nicht in unserem gesetzten Budget und haben uns auch nicht wirklich gefallen. 

Also viel die Entscheidung auf einen Teilintegrierten. Und der hat zumindest ein paar Kriterien von unsere Wunschliste erfüllt. 

  • nicht länger als 6 Meter – na ja, sind jetzt 7,40 Meter
  • Kastenwagen – na ja, kein Kastenwagen, Teilintegrierter
  • Längsbetten – jupp, haben wir
  • Dusche – jupp, haben wir
  • Toilette – jupp, haben wir, sogar getrennt zur Dusche
  • nicht schwerer als 3,5 Tonnen – jupp, noch… mal sehen, ob wir auflasten müssen…
  • nicht teurer als 50.000,- Euro – na ja, nicht wirklich…
  • Anhängerkupplung – jupp
  • kein angebauter Fahrradträger – jupp

und dazugekommen sind dann noch:

  • die 9 Gang Wandler Automatik
  • Rahmenfenster
  • Alufelgen
  • Lederlenkrad
  • der große Kühlschrank
  •  ein zusätzliches Fenster
  • der größere Frischwassertank
  • und noch ein paar Kleinigkeiten

Los gehts…

Oktober 2020…

Mein Mann Ralf (Jahrgang 1964) und ich (Jahrgang 1965) haben es getan. Wir haben bei der Camping Oase Kerpen einen Sunlight T 69 LC bestellt. 

Sehr spontan, denn eigentlich sollte „er“ erst kommen, wenn wir in Rente gehen. Gleichzeitig… wenn nicht jetzt, wann dann? Den „richtigen“ Zeitpunkt gibt es eh nicht. Und solange wir noch in Lohn und Brot stehen und wir unsere Liebe und den Respekt voreinander nicht verlieren, Gesund bleiben, bzw. sich die Wehwehchen in Grenzen halten, solange haben wir keine ernsthaften Probleme. Wir haben keine Kinder, dafür habe ich drei entzückende Nichten und Neffen im Alter von 9 bis 22 Jahren und eine dazugehörige Schwester, nämlich meine. Auch meine Mama ist mit ihren 79 Jahren noch fit dabei. Mein Mann bringt noch einen Stiefbruder mit Familie und die zweite Frau seines verstorbenen Vaters mit. 

Ach… und natürlich nicht zu vergessen unsere Kaiserin. Murmel ist jetzt 11 Jahre alt und entzückt uns immer wieder aufs Neue. 


Also haben wir beschlossen es zu wagen und unseren über 30 Jahre alten Wohnwagen in fremde Hände zu geben. Wir waren bis dato einmal im Jahr in unserem Jahresurlaub mit „Hüttli“ unterwegs und haben viele Menschen zum Lächeln gebracht.

error: Content is protected !!